Hotel Celler Tor

Kerzenschein-Runde

Celler Stadtkirche

-10. Mitgliederversammlung in Celle
(von Siegfried Greinke, Bürgerbrief Nr.70)

Der Oberbürgermeister der Residenzstadt sprach in seinen Grußworten von der schönsten Stadt Europas. Celle, der Ort des 10. Treffens unseres Bundes, hat uns alle in der Tat sehr begeistert. Dazu trug auch das vortreffliche Hotel „Celler Tor“ und natürlich das kaiserliche Wetter bei. Am Freitag, dem Anreisetag, begrüßten sich die Teilnehmer auf der schönen Sonnenterrasse des Hotels. Bei Kaffee und Kuchen inmitten des grünen Gartens war die Wiedersehensfreude zu spüren. Hervorheben möchte ich hierbei Gerda Landgraf (ich glaube, die älteste Teilnehmerin), die vor Freude sprühend ihren Cousin Hans Lietz begrüßte. Er war mit seiner Frau Margitta aus Kalifornien angereist. Am frühen Abend trafen dann nach einer langen Fahrt auch unsere polnischen Gäste aus Leba ein. Nach dem Abendbrot, das wir gemeinsam im Hotel einnahmen, wurde nach einer Begrüßungsrede von Wolfgang Helbig, dem Organisator des Treffens, aus „alten“ und „neuen“ Zeiten erzählt. Gegen 23.00 Uhr trat eine allgemeine Müdigkeit ein. Die Leba-Familie legte sich zur Nachtruhe.

Am Sonnabend begann nach einem ausgiebigen Frühstück um kurz nach 09.00 Uhr unsere 10. Mitgliederversammlung, zu der wir auch viele Gäste begrüßten. 18 Tagungspunkte standen auf dem Programm, beginnend mit den Grußworten unserer Gäste aus Leba, Celle und Hohnstorf und meinen Dankesworten für die Mühe der weiten Anfahrt, für die Bereitschaft der Teilnahme und die Unterstützung unseres Bundes.

Wir haben einen neuen alten Vorstand, in dem sich nur der 2. Vorsitz verändert hat. Unser bisheriger 2. Vorsitzender, Egon Ojowski, verabschiedete sich mit bewegenden Worten aus dem Vorstand, aber nicht aus der Mitarbeit bei besonderen Projekten, wie er sagte. Egon wurde für seine Verdienste in 10 Jahren mit einer Ehrenurkunde, mit dem alten Lebaer Wappen und mit der neuen Lebaer Fahne geehrt.
An seine Stelle tritt Karola Oeverdieck, geb. Klingbeil, aus Neustadt in Holstein. Ich freue mich, dass wir mit Karola ein jüngeres Mitglied unseres Bundes für den Vorstand gewinnen konnten. Pünktlich um 12.30 Uhr konnten wir unseren kleinen Mittagsimbiss einnehmen. Die Besichtigung der Stadt Celle und der Besuch des Orchideengartens standen anschließend auf dem Programm. Trotz Hitze, die meisten Lebianer ließen sich diesen Genuss nicht entgehen und werden viele schöne Eindrücke mit nach Hause genommen haben. Um 19.00 Uhr dann der Höhepunkt des Wochenendes, die Festveranstaltung mit Buffet, Musik, Tanz und Programm, bis weit nach Mitternacht. Das Heide-Buffet mit Spezialitäten aus der Region wurde uns von der Hotelchefin, Frau Ostler, mundig gemacht. Gleichzeitig sorgte sie mit einem Hausschnaps für unser Wohlbefinden. Den zweiten Leckerbissen musikalischer Art mit Einführung in das Liedgut servierte uns die Jagdhornbläsergruppe aus Gifhorn. Auch der „Leba-Chor“ war nicht mehr zu halten. Egon, Jürgen, Heinz-Peter, Kurt und Henk luden uns zum Mitsingen und Schunkeln ein. Es wurde auch ein Geburtstag gefeiert: Ulli Dorow durfte sich über das Geburtstagständen von ca. 100 „Gästen“ freuen. Und wer jetzt noch behauptet, „ältere“ Leute sitzen nur rum und erzählen, wurde durch die große Tanzfreudigkeit eines Besseren belehrt.

Den Abschluss des Festes bildete unsere nun schon traditionelle Kerzenschein-Runde, bei der gemeinsam gesungen wurde.

Am Sonntag freuten wir uns – trotz Abschiedsstimmung – auf den Gottesdienst in der Celler Stadtkirche. Pastor Latossek begrüßte den Bund der Lebaer und erklärte der christlichen Gemeinde unser Anliegen, die Aufarbeitung unserer Identität, die Aussöhnung und die Pflege der Kontakte zu dem heutigen polnischen Leba. Nun war der endgültige Abschied gekommen, der Bus fuhr schon vor, schnell noch ein Gruppenfoto und dann die eine oder andere Träne. Mögen wir uns alle gesund und munter in zwei Jahren wieder sehen!